Die listigen Griechen: Kommt 2014 die Staatspleite?

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Ist der Primär-Überschuss das Trojanische Pferd, das die Griechen den jubelnden Euro-Rettern untergejubelt haben? (Foto: Aus dem dazugehörenden Film der Warner Brothers)

Ist der Primär-Überschuss das Trojanische Pferd, das die Griechen den naiven Euro-Rettern untergejubelt haben? (Foto: Aus dem dazugehörenden Film der Warner Brothers)

Das Council on Foreign Relations (CFR) warnt die EU: Der sogenannte Primär-Überschuss sei für die Euro-Staaten kein Grund zur Freude, ganz im Gegenteil: Die einzigen, die von diesem Rechenexempel profitieren, sind die Griechen: Denn sie haben mit dem Primär-Überschuss erstmals die Möglichkeit, mit einer Staatspleite besser dazustehen als mit einer weiteren Knechtschaft unter dem Diktat von Brüssel.

Der Primär-Überschuss bedeutet, dass ein Staat mehr einnimmt als er ausgibt – wenn man die Zinsen für Schulden nicht einrechnet. Die CFR hat ermittelt, dass das Erreichen dieses Primär-Überschusses ein sehr gefährlicher Zeitpunkt für die Gläubiger ist: Die meisten Staatspleiten der Vergangenheit haben statistisch im ersten Jahr nach dem Erreichen dieses Überschusses stattgefunden.

Denn mit dem Primär-Überschuss haben die Staaten die Möglichkeit, auf eigenen Beinen zu stehen. Sie können die Gläubiger ignorieren – und mit schleppender Zahlungsbereitschaft in den Wahnsinn treiben.

Eine Staatspleite verliert dagegen ihren Schecken, weil der Staat aus eigenem überlebensfähig ist.

Schaden und Spott liegen in diesem Fall bei den deutschen Steuerzahlern gehörnten Gläubigern.

Genau dies geschieht derzeit in Athen: Die Troika ist abgereist und will erst wieder im Januar verhandeln.

Der Grund: Die Griechen wollen keine weiteren Zugeständnisse machen.

Statt dessen haben sie in der vergangenen Woche einen tragfähigen Haushalt für 2014 vorgelegt.

Selbstverständlich auf Basis eines Primärüberschusses.

Die listigen Griechen!

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